23.01.2017

Jetzt von der Zuzahlung befreien lassen und Geld sparen!


Diese Empfehlung richtet sich an alle gesetzliche Versicherte, die über ein planbares Einkommen
verfügen, (z.B. eine Monatsrente) und regelmäßige Zuzahlungen (z.B. auf ärztlich verordnete Medikamente) erwarten.

 

Da die Bescheinigung jeweils nur für ein Kalenderjahr
gilt, muss eine bisher geltende Zuzahlungsbefreiung
für 2017 neu beantragt werden.
Mit der dann von der Krankenkasse neu ausgestellten
Befreiungsbescheinigung wird sichergestellt, dass man
im weiteren Verlauf des Jahres 2017 keine gesetzlichen
Zuzahlungen in der Apotheke sowie beim Arzt- oder Klinikbesuch
mehr leisten muss.


Als Chronisch krank gelten:


• Menschen, die ein Jahr und länger mindestens einmal
im Quartal ärztlich behandelt wurden sowie einer kontinuierlichen
medizinischen Versorgung bedürfen (zum
Beispiel Diabetiker oder Dialysepatienten);


• pflegebedürftige Menschen mit Pflegestufe zwei oder
drei;


• Menschen mit einem durch die Erkrankung bedingten
Grad der Behinderung von mindestens 60 Prozent oder
einer geminderten Erwerbsfähigkeit von mindestens 60
Prozent.


Nur gesetzliche Zuzahlungen werden berücksichtigt
Damit die Krankenkasse die Einstufung als chronisch
Kranker vornehmen kann, braucht sie vom Patienten
eine ärztliche Bescheinigung. Darauf gibt der Arzt die
Krankheit an und bestätigt, dass sich der Patient an die
Therapievorgaben hält. Insgesamt benötigt die Krankenkasse
folgende, vom Patienten einzureichende Unterlagen:
Antrag auf Befreiungsbescheinigung, alle Quittungen
über geleistete gesetzliche Zuzahlungen jedes
Familienmitglieds im Original sowie die Einkommensnachweise
in Kopie.


Versicherte, die eine Stammapotheke haben, können
sich dort meist einen Sammelbeleg über alle geleisteten
Zuzahlungen ausdrucken lassen.
Zu beachten: Von der Gesetzlichen Krankenkasse werden
ausschließlich gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlungen
für verordnete Mittel und Behandlungen berücksichtigt.
Das heißt, alle sogenannten IGEL-Leistungen
beim Arzt sowie private Zuzahlungen im Rahmen eines
Zahnersatzes, zählen nicht mit.


Zuzahlungsrechner im Internet ermittelt persönliche Belastungsgrenze


Die Belastungsgrenze bei chronisch kranken Versicherten
liegt bei einem Prozent des Bruttojahreseinkommens.
Hier reicht nicht allein die Angabe für den chronisch
Kranken aus, sondern das Einkommen setzt sich aus den
Einkommen aller Familienmitglieder zusammen, abzüglich
der jeweiligen Freibeträge. Für 2017 gelten als Freibeträge:
• 5355 Euro für den ersten Angehörigen
• 3570 Euro für jeden weiteren Angehörigen
• 7356 Euro für jedes zu berücksichtigende Kind.


Wer schnell wissen will, ob eine Chance auf Zuzahlungsbefreiung
besteht und wie hoch seine persönliche Belastungsgrenze liegt, findet unter

www.aponet.de/zuzahlungsrechner      einen Rechner.

Damit lässt sich genau ermitteln, ob die Belastungsgrenze erreicht wird.


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