15.05.2017

Zeckenbisse richtig behandeln


Daher ist der richtige Umgang bei einem Zeckenbiss sehr wichtig. mit Gerade Menschen, die viel im Freien unterwegs sind, sollten wissen, was zu tun ist, wenn einer der Blutsauger sie erwischt hat. Entgegen landläufiger Meinungen lassen sich Zecken nicht von Bäumen oder Sträuchern fallen, sondern gelangen durch Abstreifen von langen Gräsern oder niedrigem Gebüsch auf die Haut. Daher sollte die Haut nach einem Aufenthalt in Wäldern und Wiesen gründlich nach Zecken abgesucht werden, um diese zu entfernen. Zunächst sind die Parasiten nur als kleiner schwarzer Punkt sichtbar.
Sie krabbeln auf der Kleidung und der Haut herum, bis sie eine gute Einstichstelle finden. Dabei bevorzugen
sie die dünne Haut an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals, am Kopf und in der Schamgegend.


Schnell entfernen

Hat die Zecke sich bereits in der Haut verankert, sollte sie schnellstmöglich entfernt werden. Geeignete Hilfsmittel dafür erhalten Sie in der Apotheke. Eine Zeckenkarte wird mit ihrem Schlitz unter die Zecke geschoben.
Mit einem kräftigen, aber gefühlvollen Zug kann man den Parasiten entfernen. Geeignet sind auch Zeckenzangen oder Zeckenschlingen. Damit wird die Zecke möglichst nah an der Haut gefasst und herausgezogen. Da Zecken sich nicht in die Haut hineinschrauben, zieht man sie am besten gerade heraus. Wichtig ist es, den Leib nicht zu quetschen, damit daraus keine Krankheitserreger in den Körper gedrückt werden. Von Ölen, Alkohol oder anderen Hilfsmitteln raten Experten ab. Achten Sie darauf, die Zecke komplett zu entfernen. Bleibt beispielsweise der Kopf stecken, ist der
Gang zum Arzt ratsam. Der Zeckenkopf selbst gibt zwar keine Krankheitserreger
mehr ab, aber er kann eine starke Entzündung hervorrufen.


Sorgfältig beobachtet

Ist die Zecke entfernt, desinfiziert man die Wunde mit einem Wunddesinfektionsmittel. Eine weitere Behandlung ist in der Regel nicht notwendig. Beobachten Sie jedoch die Stelle noch einige Wochen. Bildet sich ein roter Fleck oder eine Schwellung an der Einstichstelle, sollten Sie zum Arzt gehen. Diese Symptome, die sogenannte Wanderröte, aber auch grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen in Zusammenhang mit einem Zeckenbiss können Hinweise auf eine Borreliose- Infektion sein, die in jedem Fall durch den Arzt behandelt werden muss.



So schützen Sie sich
• Bleiben Sie auf Wegen. Halten Sie sich nicht im hohen Gras oder Unterholz auf.
• Tragen Sie geschlossene Schuhe und Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, die Sie in die Socken stecken. Auch Gummistiefel sind ein guter Schutz.
• Tragen Sie helle Kleidung, auf der sich die Zecken leichter entdecken lassen.
• Verwenden Sie Repellentien. Das sind insektenabweisende Mittel, die in der Apotheke erhältlich sind.
• Lassen Sie sich gegen FSME impfen, wenn Sie einen längeren Aufenthalt in einem FSMERisikogebiet
wie Bayern oder Baden-Württemberg planen.

 

Wir beraten Sie sehr gerne weiter zu diesem Thema.


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